Elfeinhalb Stunden Flug und 9 Stunden Zeitverschiebung (Zeitzone Japan: Japan Standard Time) und schon liegt Ihnen Tokio zu Füssen. Die leuchtende Metropole als Ausgangspunkt für eine anschliessende Landesrundreise zu wählen, was spricht dagegen? Als Japans schillerndste Metropole mit rund 12 Millionen Einwohnern zählt sie neben Mexiko-City und New York zu einer der grössten Städte der Welt, in der Wolkenkratzer wie Pilze aus dem Boden schiessen und wo sich Menschenmassen in überwältigenden, rauschenden Fussgängerzonen in sekundenschnelle in Luft auflösen. Tokio erleben heisst in ihrem Rhythmus mitzuschwingen, Bilder am Ende des Tages sachte ausklingen lassen und bezaubernde Töne bis in die Fingerspitzen nachhallen zu lassen, solange, bis die Morgenröte im Land der aufgehenden Sonne von Neuem ihr märchenhaftes und zugleich verführerisches Gesicht zeigt. In Tokio lohnt es sich zu verharren. Verharren und Erlebnisse sammeln kann man in Tokio überall, sei dies in einem aus der Edo-Zeit stammenden stilvoll errichteten Kaiserpaläste, an einer Strassenecke in der Electric Town Akihabara, auf einem begehrten Zuschauerplatz in der Sumo-Ringer-Halle südlich von Asakusa oder am Tsukiji Fischmarkt, wo wilde Düfte um die Aufmerksamkeit Ihrer Riechorgane ringen. Die Faszination Japan gründet tief.
Für eine Weiterreise ins faszinierende Landesinnere der Inselkette sollte man sich mit den nötigsten japanischen Sprachkenntnissen wappnen, denn Englisch ist in Japan nicht immer selbstverständlich. Der schnellste Weg um sich mit der japanischen Sprache und gleichzeitig dessen Kultur und Traditionen vertraut zu machen ist mit einem Sprachaufenthalt in Japan. Die Schwerpunkte eines Sprachkurses liegen vor allem im Erzielen grammatikalischer Kenntnisse und der Praxis im Japanischsprechen. Der Unterricht wird oft mit spannenden Themen wie beispielsweise kulturellen Veranstaltungen, Ausflügen in die Region, Diskussionsrunden oder Begegnungen mit japanischen Studierenden ergänzt, wobei dies nur ein kleiner Teil des gesamten Programms darstellen soll.

Hat man die Basis der japanischen Sprache einmal mehr oder weniger intus, sollte einer Reise quer durch die Inselwelt nichts mehr im Wege stehen (ansonsten kann man sich ja immer noch auf die liebe Körpersprache verlassen). Japan kann nun gründlich erforscht zu werden. Vom Hase Kannon Tempel in Kamakura, zum Tsurugaoka Hachimangu-Schrein, zum Kegon-Wasserfall und Chuzenji-See in Nikko bis hin zum Mount Fuji in Hakone. Bei einem Besuch in Japan darf natürlich auch das Auskosten kreativ hergerichteter Sushis in den berühmt berüchtigten Sushibars, wo in einem Tempo gehackt, geschnitten und zubereitet wird, nicht fehlen. An die Kultur annähern kann man sich bei traditionellen Festivals, wo Kimonos darauf warten getragen zu werden und sich die heute nur noch selten anzutreffenden, zart geschminkten Geishas in gutem Benehmen üben. Wer sich seinen Traum von Japan erst übermorgen erfüllen kann, hat Gelegenheit in die wunderschönen, japanischen Welten in Haruki Murakamis Romanen zu tauchen.
Tipps für öffentliche Verkehrsmittel:
In Japan gibt es den so genannten Japan Rail Pass, den ausländische Gäste bei der Einreise beantragen und mithilfe dessen sie Japan bereisen können. Die Preise für den Japan Rail Pass belaufen sich auf ungefähr 180 Euro für 7 Tage in der zweiten Klasse, etwa 300 Euro für 14 Tage und ca. 400 Euro für 3 Wochen, wobei es für Kinder Ermässigungen gibt.
Wenn Sie vorhaben in Tokio regelmässig U- und S- Bahn zu hoppen, dann können Sie das Tokio Combination Ticket kaufen, mit dem Sie für rund 11 Euro einen ganzen Tag lang Zeit haben, in Tokio alle Winkel und Ecken abzuklappern.
